Loop: Ein weiterer quelloffener Fenstermanager für den Mac

Marcel Am 09.11.2023 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:57 Minuten

Mit dem quelloffenen Loop gibt es einen noch recht frischen Fenstermanager für den Mac, der ein komfortables Hantieren mit mehreren Programmfenstern verspricht und dies recht anschaulich visualisiert.

Fast unzählige Fenstermanager für macOS haben in den letzten Jahren ihren Weg ins Blog gefunden, da gab es regelmäßig interessante neue Ansätze mit anderen Workflows. Dazu gesellen sich noch diverse Multi-Trick-Tools wie BetterTouchTool oder Raycast, die sich die Verwaltung von Fenstern zwar nicht in die Kernkompetenz geschrieben haben, aber doch entsprechende Funktionalitäten mitbringen. Zwar hat Apple schon mit macOS Catalina die halbautomatische Positionierung von Fenstern verbessert, dennoch bieten viele dedizierte Apps wesentlich mehr. Schon älter, aber seit jeher trotz aller Alternativen mein Favorit: Magnet. Mir reicht die von Windows inspirierte Snapping-Funktion für Fenster aus, ich persönlich benötige keine pixelgenaue Anordnung. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch das neue Loop, die ebenfalls recht einfach gehalten daherkommt – das Gebotene aber auch visuell recht schick und nachvollziehbar rüberbringt.

Im Kern macht das Open-Source-Tool Loop letztlich nichts anderes, als Fenster bei Bewegung mit der Maus an eine gewünschte Stelle zu manövrieren – beispielsweise oben rechts, über die komplette linke Hälfte, unten rechts oder wo auch immer. Von Haus aus blendet Loop dabei das wohl namensgebende „Radial Menu“ ein: ein kleiner Kreis, der per Akzentfarbe visualisiert, wo das Fenster nach dem Ablegen landen würde – neben einer schlichten Vorschau der angestrebten Fensterposition. Alternativ dazu können auch Shortcuts für eine schnelle Zuweisung von Fenstergröße und -position oder zum Widerrufen genutzt werden und für seltener genutzte Anordnungen bringt das Menübar-Icon von Loop ebenso ein umfassendes Menü mit nahezu allen erdenklichen Fixpositionen mit. Zu guter Letzt lässt sich in den Einstellungen auch noch mit diversen Reglern spielen, sodass ihr zum Beispiel komplett auf das „Radial Menu“ verzichten, die Shortcuts umbelegen und auch Aussehen oder Verhalten verändern könnt.

Da die App nicht von Apple signiert wurde, muss diese erstmalig mit einem Rechtsklick auf das App-Icon und dem Punkt „Öffnen“ geöffnet und die Warnung bezüglich der fehlenden Signierung bestätigt werden. Kein Sicherheitsproblem, sondern reine Apple-Politik. Darüber hinaus benötigt Loop für den Zugriff auf Fenster eine Berechtigung in den Bedienhilfen von macOS und falls ihr eine Fensteranimation bei Änderungen an der Größe und Position zu sehen bekommen wollt, auch Zugriff auf die Bildschirmaufnahme. Falls ihr die Caps-Lock-Taste als Triggertaste für Loop nutzen möchtet, sei euch diese animierte Lösung ans Herz gelegt. Insgesamt wie gesagt sehr schlicht gehalten, dennoch bleiben für einfache Positionierungen ausreichend Spielplätze vorhanden. Solltet ihr also mit eurem bisherigen Fenstermanager nicht ganz zufrieden sein oder solch eine App einfach mal ausprobieren wollen, könnt ihr Loop gerne eine Chance geben. Den Download und (sofern interessiert) den Quellcode findet ihr drüben auf GitHub.

Quellcode GitHub

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