Diese Foto-Apps befinden sich auf meinem iPhone (2016er Version)

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Für iOS gibt es zahlreiche Apps, die sich in irgendeiner Form rund um Fotos und Videos drehen - sei es zur Aufnahme, zur Bearbeitung oder zu anderen Zwecken. Auf meiner Reise durch den App Store fanden sich im Laufe der Zeit unzählige Apps dieser Gattung, von denen einige weniger, andere mehr überzeugt haben. Letztere blieben dann einige Zeit lang auf meinem iPhone und wiederum einige fielen der regelmäßigen App-Putzaktion zum Opfer. Gutes Konzept, aber zu selten gebraucht. An dieser Stelle also einmal einen kurzen Überblick darüber, welche Foto-, Kamera- und Video-Apps ich aktuell so auf meinem iPhone im Einsatz habe. Und falls ihr andere Apps rege nutzen solltet: Immer in die Kommentare damit.

Apps zur Bildbearbeitung

MuseCam: Meine neue Lieblings-App, was die flotte Bildbearbeitung auf dem iPhone anbelangt. Funktionell ist MuseCam irgendwo zwischen (meinem lange Zeit favorisierten) Darkroom und Enlight angesiedelt; viele Möglichkeiten in einer übersichtlichen und vor allem einfach gehaltenen Oberfläche vereint, lädt zum schnellen Bearbeiten ein. Filter, rudimentäre Werkzeuge wie Korrektur der Ausrichtung und manuelle Justierungen, Farbersetzungen und Farbkurven, Unschärfe-Effekte - MuseCam bietet alle wichtigen Tools um dem Bild etwas mehr "Flair" zu verleihen ohne dabei etliche Minuten zu schlucken.

Prisma: Fotofilter-Apps gibt es wie Sand am Meer, eigentlich nutze ich diesbezüglich keine spezielle App, MuseCam reicht mir. Dennoch ist Prisma weiterhin auf meinem iPhone zu finden, was vor allem an der Art der Filter liegt, die die App anbietet: denn statt die üblichen Effektfilter anzubieten, gibt es hier eine ganze Vielzahl an Stilen bekannter Künstler, die dann eben nach kurzer AI-Analyse auf die Fotos angewendet werden und voll und ganz überzeugen können. Die Tatsache, dass die Bilder auf den Entwickler-Server geladen und dort bearbeitet werden? Weniger ein Problem, dafür sind die meisten Bilder zu unpersönlich.

Darkroom Photo Editor: Bei Darkroom handelt es sich um eine kleine App zur nachträglichen Bildbearbeitung. So lassen sich Bilder beschneiden, ausrichten und mit den obligatorischen Filtern á la Instagram versehen, alternativ dazu könnt ihr jedoch auch manuell verschiedene Regler für Helligkeit, Kontrast und Co. verschieben. Als kleines Alleinstellungsmerkmal lassen sich aber auch die Werte der einzelnen RGB-Farbkanäle nach belieben verändern oder einzelne Farben in Sättigung, Tönung und Co. verändern. Ist zwar ein wenig durch MuseCam ersetzt worden, dennoch noch immer auf dem Gerät vorhanden - einfach eine tolle App.

Darkroom by Bergen
Entwickler: Bergen Co.
Preis: Kostenlos+
  • Darkroom by Bergen Screenshot
  • Darkroom by Bergen Screenshot
  • Darkroom by Bergen Screenshot
  • Darkroom by Bergen Screenshot

Enlight: Die Bildbearbeitungs-App Enlight aus dem Hause der Facetune-Macher gehört ohne Zweifel zu den besten und umfangreichsten mobilen Bildbearbeitungen. Einen kleinen Überblick über den doch recht großen Funkti­ons­umfang von Enlight habe ich zum Initial-Review an dieser Stelle veröf­fentlicht, im Grunde gibt es nicht viel, was man (abseits der wirklich "profes­sio­nellen" Bildbe­ar­beitung) vermissen kann. Von einfachen Arbeiten wie Beschneiden, Neigen und diversen (Duo-)Filtern bis hin zu diversen Mix-Tools, Pinsel, Retuschier-Werkzeugen und ähnlichem ist eben alles dabei. Zwar bekommt Darkroom bei mir häufiger den Vorzug, aber auch Enlight wird gut und gerne genutzt - dauert aufgrund der vielen Möglichkeiten eben nur etwas länger.

Enlight
Entwickler: Lightricks Ltd.
Preis: 3,99 €
  • Enlight Screenshot
  • Enlight Screenshot
  • Enlight Screenshot
  • Enlight Screenshot
  • Enlight Screenshot
  • Enlight Screenshot
  • Enlight Screenshot
  • Enlight Screenshot
  • Enlight Screenshot
  • Enlight Screenshot

Living Planet: Vor einiger Zeit tauchte irgendwie der Trend auf, aus nahezu allen Landschafts­bildern so genannten Tiny Planets zu erzeugen. Hierbei wird ein Landschaftsbild mittels Polar­ko­or­di­na­ten­filter in sich selbst gedreht, sodass der Eindruck eines kleines Planeten entsteht – nicht jedes Bild ist dafür geeignet, wenn es aber passt, lassen sich recht schicke Ergebnisse erzielen. Meine bevorzugte iOS-App um aus bestehenden Landschaftsaufnahmen "kleine Planete" zu erzeugen ist Living Planet. Egal ob Planet oder Wurmloch, die Ergebnisse von Living Planet sind mit den entsprechenden Bildern immer sehenswert, alternativ könnt ihr auch noch von Hand kleinere Anpassungen vornehmen und die Mini-Planeten und Wurmlöcher drehen, zoomen und dergleichen. Funktioniert im übrigen nicht nur mit Bildern, sondern auch mit Videos. Beispiel gefällig? Bitte sehr.

Layout: Ab und an sind Collagen eine schicke Möglichkeit, mehrere Eindrücke schnell in einem Bild zu vereinen. Meine bevorzugte App für die Erstellung von Collagen hört dabei auf den Namen Layout und stammt wie auch Hyperlapse aus dem Hause Instagram. Mit Hilfe der App lassen sich ohne große Um­wege schnell und ein­fach Bild­col­lagen aus bis zu neun Einzel­bil­dern er­zeugen lassen. Zur Aus­wahl stehen euch elf Anord­nungen, die ein­zelnen Bilder lassen sich natürlich in der Größe ein­fach per Ziehen verän­dern, auch das Spie­geln oder Kippen von Bil­dern ist mög­lich. Bei der Bilder­auswahl ganz nett ge­macht: Auf Wunsch lassen sich nur Bilder anzeigen, auf denen Ge­sichter zu er­kennen sind – was im Grunde auch recht zu­ver­lässig funk­tio­niert.

Layout from Instagram
Entwickler: Instagram, Inc.
Preis: Kostenlos
  • Layout from Instagram Screenshot
  • Layout from Instagram Screenshot
  • Layout from Instagram Screenshot
  • Layout from Instagram Screenshot
  • Layout from Instagram Screenshot

Aufnahme von Fotos und Videos

Camera+: Die Kamera-App Camera+ wird oftmals als eine, wenn nicht sogar die beste Kamera-App für iOS bezeichnet. Die App richtet sich sowohl an Anfänger, als auch an fortge­schrittenere Nutzer und ermöglicht nicht nur das Aufnehmen neuer Fotos, sondern auch das nachträgliche Bearbeiten eben solcher. So lassen sich etliche Einstel­lungen wie Belich­tungszeit, ISO-Wert, Fokus und dergleichen einstellen, auch verschiedene Aufnah­memodi sind vorhanden, unter anderem für Portrait-, Nacht- und Makro­auf­nahmen. Daneben lassen sich auch rote Augen entfernen, Details wie Helligkeit und Co. verändern und derlei Dinge. Kommt bei mir jedoch nur zum Einsatz, wenn ich etwas herumspielen möchte, ansonsten ziehe ich die einfache Kamera-App vor.

Camera+
Entwickler: tap tap tap
Preis: 2,99 €+
  • Camera+ Screenshot
  • Camera+ Screenshot
  • Camera+ Screenshot
  • Camera+ Screenshot
  • Camera+ Screenshot

Hyperlapse: Mittels Hyperlapse aus dem Hause Instagram lassen sich Videos aufnehmen, die in erster Linie Zeitraffer-Videos aufnimmt - mittels eines Reglers lässt sich jedoch auch die Original-Aufnahmegeschwindigkeit verwenden und speichern. Hyperlapse ist eigentlich recht minimalistisch gehalten, besitzt aber einen interessanten Clou, denn die App liest die Daten des Gyro-Sensors aus und reiht die aufgenommenen Einzelbilder dementsprechend aneinander, wodurch sich auch auf dem iPhone 6(s) und anderen iPhones ohne optischem Bildstabilisator ordentliche Videos ohne große Wackler aufnehmen lassen. Etwas ähnliches hat auch Microsoft Research im Portfolio.

Hyperlapse von Instagram
Entwickler: Instagram, Inc.
Preis: Kostenlos
  • Hyperlapse von Instagram Screenshot
  • Hyperlapse von Instagram Screenshot
  • Hyperlapse von Instagram Screenshot
  • Hyperlapse von Instagram Screenshot
  • Hyperlapse von Instagram Screenshot
  • Hyperlapse von Instagram Screenshot
  • Hyperlapse von Instagram Screenshot
  • Hyperlapse von Instagram Screenshot
  • Hyperlapse von Instagram Screenshot

Horizon Camera: Sieht man leider immer häufiger: Videos, deren Nutzer am Vertical Video Syndrome erkrankt sind. Mit der Horizon Camera gibt es aber eine gute Heilungs-App: Im Grunde macht sie nichts anderes, als Videos konsequent im 16:9-Format aufzu­nehmen, egal wie ihr euer iPhone haltet. Ein kleines Aufnahmefenster richtet sich dabei immer so aus, dass der aufge­nommene Ausschnitt gerade (zum Horizont) "steht" – diese Web-Demo dürfte das ganze recht anschaulich darstellen. Dazu gibt es aber auch noch ein paar Interessante Bearbeitungsmöglichkeiten, mit denen ihr "Hochkant-Videos" auf verschiedene Arten ins wesentlich augenfreundlichere Landscape-Format umwandeln könnt.

Horizon Camera
Preis: Kostenlos+
  • Horizon Camera Screenshot
  • Horizon Camera Screenshot
  • Horizon Camera Screenshot
  • Horizon Camera Screenshot
  • Horizon Camera Screenshot
  • Horizon Camera Screenshot
  • Horizon Camera Screenshot
  • Horizon Camera Screenshot
  • Horizon Camera Screenshot

Apps zur Videobearbeitung

Playout: Die App Playout hat ihren Namen wohl nicht ohne Grund erhalten, der an eine Mischung aus "Play" und "Layout" (siehe oben) erinnern soll. Denn die App hat sich das Collagen-Konzept von Instagram Layout angenommen, ermöglicht aber statt Collagen aus Einzelbildern Collagen aus Videos. Bis zu sechs Videos lassen sich so ganz unkompliziert zu einer Video-Collage zusammenführen. Zur Auswahl gibt es eine ganze Reihe an verschiedenen Layouts, je nachdem, wie viele Videos ihr ausgewählt habt und in der Video-Collage unter­bringen möchtet. Ein Beispiel habe ich mal hier hochgeladen, wobei ich für die Collage wiederum Video-Collagen genutzt habe.  Der sichtbare Video-Ausschnitt innerhalb der Collage lässt sich einfach verschieben, des Weiteren lässt sich für einzelne Videos auch die Audiospur deakti­vieren.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. #wpappbox

Links: → Store öffnen → Google-Suche

Slow Fast Slow: Wer gerne Videos mit einem Zeitlupen- und Zeitraffer-Effekt erstellt, der kommt nicht an Slow Fast Slow vorbei. Bekanntlich bietet das iPhone seit dem iPhone 5s einen Aufnahmemodus, bei dem Videos mit (inzwischen) bis zu 240 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden können. Leider erlaubt es die iOS-eigene Foto-App nur, eine Slow-Motion-Sequenz einfügen zu können - ein Umstand, den die App Slow Fast Slow zu korrigieren versucht. Einmal ein Video geladen, könnt ihr nahezu beliebig viele Punkte hinzufügen und diese entweder verlangsamt oder beschleunigt wiedergeben - wild gemischt in einem Video.

Lively: Mit den Live Photos hat Apple seinem iOS 9 in Verbindung mit dem neuen iPhone 6s (Plus) ein Feature spendiert, welches irgendwo zwischen einem einfachen Foto und einem Video liegt. Kennt man schon seit dem 90ern unter dem Namen GIF, ist also absolut und rein gar nichts Neues, aber dennoch kann es für recht nette Erinne­rungen sorgen. Mit Lively lassen sich diese Live-Fotos exportieren, sodass ihr diese auch in Webseiten einbetten oder an Nutzer anderer Geräte und Systeme weiterleiten könnt. Hierbei habt ihr die Wahl zwischen einem Export als animiertes GIF oder als handelsübliches Video, auch das Speichern von Einzelbildaufnahmen ist möglich. Dazu gibt es dann noch ein paar Optionen wie Wiedergaberichtung und -geschwindigkeit und weitere Spielereien wie Quick-Actions für 3D Touch und derlei Dinge.

Annotationen und Co.

Annotate: Screenshots mit kurzen Annotationen versehen? Dazu habe ich bis vor einiger Zeit noch das inzwischen eingestellte Skitch genutzt, bis ich dann auf Annotate gestoßen bin. Fünf verschiedene Farben stehen euch zur Auswahl und dazu verschiedene Tools wie Pfeile, Kästchen, Teste, Sticker, sowie ein Auswahl­werkzeug für das Verpixeln bestimmter Bereiche. Funktioniert wie man es erwartet alles per Drag’n’Drop, die fertigen Bilder können im Nachhinein natürlich wie gewohnt mit anderen Apps geteilt oder wieder auf dem Gerät gespeichert werden. Das Beste: Annotate für iOS (läuft auf iPhone und iPad) ist gänzlich kostenlos und kommt ohne irgend­welche In-App-Käufe daher.

PointOut: Die App PointOut schlägt in die gleiche Richtung wie Annotate, beschäftigt sich aber nicht mit kleineren Annotationen wie Pfeilen und Boxen, sondern lässt euch bestimmte Bereiche in Bildern und Fotos schnell hervorheben. Eigentlich eine einfache Geschichte: Das gewünschte Bild in die App laden, den oder die Bereiche auswählen, fertig. Dazu gibt es unter­schiedliche Stile, von einfachen Kästchen unter dem Bild bis hin zum bekannten „Lupen-Effekt“. Die Bereiche lassen sich entweder durch ein einfaches Berühren des gewünschten Bereiches festlegen oder aber über ein simples Ziehen im Vergrö­ße­rungs­aus­schnitt - außerdem stehen euch ein paar Anpas­sungs­mög­lich­keiten und Wasserzeichen zur Verfügung.

PointOut – show what you mean!
Entwickler: Demarca
Preis: Kostenlos+
  • PointOut – show what you mean! Screenshot
  • PointOut – show what you mean! Screenshot
  • PointOut – show what you mean! Screenshot
  • PointOut – show what you mean! Screenshot
  • PointOut – show what you mean! Screenshot
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  • PointOut – show what you mean! Screenshot
  • PointOut – show what you mean! Screenshot
  • PointOut – show what you mean! Screenshot
  • PointOut – show what you mean! Screenshot

Nüdifier: Bei Nüdifier handelt es sich eher um eine Spaß-App, statt um einer ernst zu nehmenden Bearbeitungs-App. Die App macht im Grunde nichts anderes, als Fotos von bekleideten Personen (oder auch Tieren, who knows) ganz typisch zu verpixeln, dass man ein wenig den Eindruck bekommt, die Personen seien nackt oder beschäftigen sich mit nicht ganz so jugend­freien Dingen. Bild laden, mittels Fadenkreuz die gewünschte (Haut-)Farbe der jeweiligen Person auswählen, danach die gewünschten Stellen markieren und schon werden dieser in der ausge­wählten Farbe verpixelt - wer mag, der kann auch noch einen Text auf das Bild legen oder dieses in ein fiktives Magazin-Cover einbetten. Für die ein oder andere Spaß-Aufnahme ganz lustig.

Nudifier
Preis: 0,99 €+
  • Nudifier Screenshot
  • Nudifier Screenshot
  • Nudifier Screenshot
  • Nudifier Screenshot

Aufräumen und aussortieren

Cleen Books: Manch einer sammelt Berge an Fotos auf seinem iPhone an. Irgendwie logisch, das Smartphone ist immer dabei und ein Foto ist mal eben aus der Hand geschossen. Einige dieser Fotos möchte man zwecks Erinnerung dauerhaft auf seinem Gerät belassen, andere Bilder wiederum sind nicht wirklich gut geworden oder benötigt man nur als kurze Notiz und könnten eigentlich gelöscht werden. Klingt simpel, ist allerdings nicht sonderlich spaßig, gerade wenn man es nicht regelmäßig macht. Mittels Cleen lassen sich diese Bilder schnell und einfach im Tinder-Stil aussortieren: Ihr bekommt also eure letzten Aufnahmen angezeigt und könnt diese per Wisch nach links in eine Art Warteschlange zum späteren Löschen legen. Funktioniert ohne Probleme, eine ebenfalls sehr gute Lösung wäre Flic.

Gallery Doctor: Die App Gallery Doctor AVG Photo Cleaner besitzt eine recht ähnliche Aufgabe wie Cleen, erledigt diese aber etwas anders. Denn Gallery Doctor AVG Photo Cleaner scannt eure komplette Bildergalerie und kategorisiert Fotos in zwei verschiedene Kategorien: zum einen jene Fotos, die schlicht schlecht aufgenommen worden sind (zum Beispiel zu dunkel oder verwackelt), zum andren Fotos, die doppelt oder in ähnlicher Variante vorhanden sind. Die Erkennung der App ist überraschend gelungen und funktioniert recht zuver­lässig - aber natürlich solltet ihr die aufgespürten Bilder nicht blind löschen, sondern die Ergebnisse zuvor noch einmal durchschauen. Wer also seine Bildersammlung auf dem iPhone einmal etwas entschlacken möchte: erst mit Gallery Doctor, dann mit Cleen.